19.05.2011
Kategorie: D-Route 3

Infoveranstaltung an der D-Route 3

Michael Wickmann, Landrat des Landkreises Northeim, und Ronny Rode, Bürgermeister der Gemeinde Kreiensen, bei der Einweihung eines neu ausgebauten Routenabschnitt der D-Route 3 bei Kreiensen (v.l.n.r.)

Pilotprojekt D-Route 3: Fahrradtourismus bringt neue Impulse für südliches Niedersachsen

Northeim, 17. Mai 2011: Der weitere Ausbau der D-Route 3 zur Modellroute für das deutschlandweite Radfernwegenetz stand am 16. und 17. Mai in Northeim und Einbeck für mehr als 70 Kongressteilnehmer auf dem Programm einer Fachveranstaltung mit Exkursion.

Die positiven, touristischen Effekte für die Reisegebiete im Süden Niedersachsens, aber auch für die anderen vier am Pilotprojekt beteiligten Bundesländer, wurden von Akteuren aus Politik, Verwaltung, touristischen Vermarktungsorganisationen und den touristischen Leistungsträgern intensiv diskutiert. Bereits zum vierten Mal trafen sich die Projektpartner zu ihrer bundesweiten Tagung, um die weitere Entwicklung der 960 km langen D-Route 3 von der niederländischen bis zur polnischen Grenze quer durch Deutschland voranzubringen.

Radfahren ist ein Dauerbrenner

Der niedersächsische Abschnitt ist etwa 130 Kilometer lang.
„Fahrradfahren gehört im touristischen Geschehen zu den Dauerbrennern und zeigt weiterhin große Wachstumspotenziale auf. Auch Niedersachsen hat diesen Trend mit der Initiative ‚Radland Niedersachsen’ aufgegriffen und darf auf eine weiterhin positive, touristische Entwicklung vertrauen“, so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des DTV, Dirk Dunkelberg.

Mit dem Pilotprojekt D-Route 3 fördert die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit fünf Bundesländern gezielt den Aufbau eines einheitlichen, flächendeckenden Radroutennetzes. Die Modellroute soll Schule machen. Ausbau, Wegweisung und Vermarktung der deutschen Radfernwege sollen an das Vorbild der D-Route 3 angeglichen werden und so insbesondere mehr radfahrende Gäste aus dem Ausland anlocken.

Pilotprojekt für zukunftsfähigen Radtourismus

Deutschland weist im Vergleich mit anderen europäischen Flächenstaaten bereits heute ein hochwertiges Angebot touristischer Radrouten auf. Mit dem Radnetz Deutschland sichert es seine herausgehobene Stellung in diesem Segment und bleibt somit zukunftsfähig.

Bundesweit finden schon heute 153 Millionen Fahrradausflüge und 22 Millionen fahrradtouristisch motivierte Übernachtungen statt, wie die DTV-Grundlagenuntersuchung „Fahrradtourismus in Deutschland“ eindrucksvoll belegt. Der Umsatz dieser Branche von derzeit nahezu zehn Milliarden Euro jährlich soll nach dem Wunsch aller beteiligten Akteure daher auch in Zukunft wachsen.