Elbsandsteingebirge bis Dessau

Die Elbe bei Dresden

Der südliche Teil der Route beginnt mit dem Naturidyll Elbsandsteingebirge.

Die Landschaft ist der ehemalige Grund eines Kreidemeeres im greisen Alter von 100 Millionen Jahren. So alt und gerade deshalb präsentiert sie sich so wunderschön, diese bizarre Felsenwelt aus herrschaftlichen Tafelbergen, markanten Vulkankegeln, wildromantischen Schluchten und vor allem faszinierenden Ausblicken.

Auf diesen Naturhöhepunkt am Elberadweg folgt ein Kulturhöhepunkt. Sachsens Glanz und Gloria vereinen sich im prunkvollen Dresden. Frauenkirche, Brühlsche Terrasse, Semperoper und Zwinger erheben sich direkt an der großen Flussdame. Mit ihren berühmten Schlössern, Museen und Theatern bietet die sächsische Landeshauptstadt ein einzigartiges Flair. Stoppen und Staunen ist hier Pflicht.

Stromabwärts führt der Radweg mit dem blauen „e“ entlang der Sächsischen Weinstraße mitten ins Herz des kleinsten und nordöstlichsten deutschen Weinbaugebietes. Diese Region, in der Weinreben in rot bis grün die Hänge schmücken, titulieren die Einheimischen als Sächsisches Elbland. Kultur und Traditionen sind hier genau so zu Hause wie guter Wein. Sehenswert sind z.B. das Karl-May-Museum in Radebeul und die zauberhafte Altstadt Meißens mit dem Burgberg und seiner 300 Jahre alten Porzellan-Manufaktur.

Von Meißen geht es über Riesa und die Rolandstadt Belgern in die einstige kurfürstlich-sächsische Residenz Torgau. Torgau wartet mit Schloss Hartenfels und der Marienkirche auf, in der Katharina von Bora, die Ehefrau des großen Reformers Luther, ihre Grabstätte hat. Danach begegnen Radwanderer gleich drei Mal dem UNESCO-Welterbe: Dazu gehören die Lutherstadt Wittenberg - mit Luther- und Melanchthonhaus sowie der Schlosskirche – weiterhin der Landschaftspark Dessau-Wörlitz und die Bauhausstadt Dessau. Was die Welterbekonvention zum Erbe der gesamten Menschheit erklärt hat, sollte jedem Radwanderer ein Besuch wert sein.